Ungerechtfertigter Kindesentzug in Langenhagen

Ihr werdet sagen wir leben hier in Deutschland, einem Rechtsstaat, hier gibt es so etwas nicht. Das habe ich auch gedacht, aber weit gefehlt. So etwas ist in Deutschland an der Tagesordnung. Gebt einmal bei Google die Suchbegriffe Kinderklau und Kindesentzug ein und ihr findet über 19.000 Einträge.

Statistiken besagen das in Deutschland über 40.000 Kinder jährlich von ihren Eltern getrennt werden. Wie viele davon ungerechtfertigt sind ist unklar, aber es dürften tausende sein. Und unsere Politiker sehen tatenlos zu. Genau betrachtet geht es hier um viel Geld, sowohl für die Gutachter als auch für die Einrichtungen in denen die Kinder und Jugendlichen, zu Preisen von 4.000 - 6.000 € mtl., untergebracht werden. Hiervon zahlt der Steuerzahler einen großen Anteil, weil die Eltern meistens nicht zu den vollen Kosten herangezogen werden können. Bei einem sogenannten Hilfeplangespräch, dem ich beiwohnte, fragte eine Mitarbeiterin der Einrichtung, in die meine Enkeltochter verschleppt wurde, die Jugendamtsmitarbeiterin ob diese nicht noch ein paar nette Kinder für sie hätte. Das besagt doch schon einiges. Soviel zum Geld, was allerdings die Jugendämter und Gerichte davon haben vermag ich nicht zu sagen, vielleicht Arbeitsplatzsicherung, vielleicht Macht, vielleicht …. Um das Kindeswohl geht es hierbei jedenfalls nicht, das bleibt auf der Strecke.

Es geht hier um einen Beschluss des Oberlandesgerichts Celle einer Mutter und dem getrennt lebenden Vater, dem bereits das Umgangsrecht entzogen worden war, das Sorgerecht zu entziehen und umgehend Mutter und Tochter zu trennen.
Im Oktober 2013 wurde meine damals 14 jährige Enkeltochter, nach jahrelanger, man kann es nicht anders nennen, Hexenjagd durch das Jugendamt Langenhagen und in menschenunwürdiger Weise, nach einem Beschluss des OLG Celle, vom Jugendamt Langenhagen mitten aus dem Schulunterricht und ohne jede Möglichkeit sich von ihrer Mutter zu verabschieden, entführt und in eine Einrichtung gebracht. Jeglicher Kontakt zwischen Mutter und Tochter wurde anfangs unterbunden, der Aufenthaltsort meiner Enkeltochter wie ein Staatsgeheimnis gehütet. Das Handy wurde ihr abgenommen und schreiben durfte sie nicht. Das Jugendamt wollte aus diese Art eine angebliche Symbiose "aufbrechen". Laut Aussage des Pressesprechers des OLG Celle könne die Mutter nicht ohne die Tochter und umgekehrt. Auch wenn diese Symbiose wirklich so bestanden hätte, kann man die Art und Weise dieses Vorgehens nur als unmenschlich zu bezeichnen. Einem Drogensüchtigen versucht man doch auch mit Metadon zu helfen und setzt ihn nicht auf kalten Entzug.

Während ihres Aufenthalts in der Einrichtung wurde meine Enkeltochter verfolgt, belästigt und bestohlen. Als ehemals gute Schülerin hatte sie dann nur noch einen Notendurchschnitt von vier. Da sie in einer Einrichtung untergebracht war galt sie bei ihren neuen Mitschülern als asozial und wurde gemieden.

Der Beschluss des OLG basierte einzig und allein auf den Aussagen des Jugendamtes und dem Gutachten einer, vom Jugendamt vorgeschlagenen, Gutachterin, die nach einem jeweils einstündigen Gespräch mit Mutter und Tochter, ein dem Jugendamt und Gericht genehmes Gutachten abgab. Klar, sie wollte ja weitere Aufträge erhalten. Genau dieses Gutachten wurde anschließend vom Bundesverfassungsgericht nach allen Regeln der Kunst zerlegt. Die Gutachterin diagnostizierte eine Symbiose und eine Essstörung, allerdings ohne irgendeine Begründung wie sie zu dieser Diagnose kam. Alles was in der Verhandlung zur Verteidigung hätte dienen können, z. B. schriftliche Aussagen von Lehrern, die auch vor dem OLG mündlich ausgesagt hätten aber nicht geladen wurden, wurde als nicht geeignet, die Therapeutin des Mädchens, ebenfalls nicht geladen, als nicht qualifiziert bezeichnet. Auch diese Art der Prozessführung wurde vom BVG gerügt. Die Krönung dabei war noch das dem Vater, der zu dieser Zeit noch Unterhaltsschulden bei seiner Tochter hatte und diese in Raten abzahlen musste, die Vermögensverwaltung für meine Enkeltochter übertragen wurde. Er hat daraufhin die Zahlungen erst einmal eingestellt. Das Jugendamt, das die Rückzahlung zu überwachen hatte, mahnte ihn zwar an, tat aber sonst nichts. Man kann überhaupt sagen, dass das Jugendamt von Anfang an sehr einseitig agierte und, warum auch immer, für den Vater und gegen meine Tochter war. So hat in der Vergangenheit eine Mitarbeiterin des Jugendamtes versucht meine Enkeltochter zu überreden zu ihrem Vater zu ziehen, weil er ja so ein schönes Haus hatte. Was diese, obwohl sie damals noch jünger war, ablehnte. So hat eine Mitarbeiterin, vor dem damaligen Lebensgefährten meiner Tochter, zugegeben das sie meine Tochter nicht mag. So hat eine Mitarbeiterin vor Gericht behauptet das meine Tochter meiner Enkeltochter einen neuen Stiefvater vorgesetzt hätte. Gemeint war ich, ihr Großvater, der bei einem Besuch des Jugendamtes anwesend war. Es wurde wirklich alles versucht um meine Tochter negativ darzustellen. Eine Frechheit war auch das, nachdem meine Enkeltochter entzogen war, das Jugendamt meiner Tochter sagte das sie ja jetzt eine kleinere Wohnung mieten könne und somit Geld sparen würde. Als dem Vater vorgeworfen wurde meine Enkeltochter unsittlich angefasst zu haben ging das Jugendamt auf Tauchstation, weder meine Tochter noch meine Enkeltochter wurden jemals vom Jugendamt dazu befragt. Eigentlich eine grobe Pflichtverletzung, aber dann hätten sie ja ihre, seit Jahren andauernde, Fehleinschätzung eingestehen müssen und dazu waren sie wohl nicht bereit. Erst als die Sache ausgestanden und dem Vater gerichtlich das Umgangsrecht entzogen worden war, allerdings nicht auf Betreiben des Jugendamtes, wurde es wieder aktiv.
Das Urteil des OLG Celle wurde vom BVG in Karlsruhe in ziemlich ziemlich scharfer Form "einkassiert", das Gutachten regelrecht zerrissen, die einseitige Prozessführung kritisiert. Das Mädchen lebt seit Juni 2014 wieder bei ihrer Mutter und geht in ihre alte Schule. Hierzu noch die Bemerkung das dies kein Einzelfall ist und unsere deutschen Kinder zum Spielball von Jugendämtern, zweifelhaften Gutachtern und der Justiz werden. Viele Eltern hätten hier, aus finanziellen Gründen, aufgeben müssen, anscheinend wird genau darauf spekuliert. Ich kann allen Eltern, denen ähnliches widerfahren ist, nur sagen,

gebt nicht auf, wehrt euch gegen diese Machenschaften. Unsere Kinder sind zu wertvoll als das wir sie diesen undurchschaubaren Strukturen von Jugendämtern, Gutachtern, Gerichten und Einrichtungen überlassen können.


Nach dem Urteil des BVG war ich bei einer öffentlichen Sitzung des Jugendhilfeausschusses in Langenhagen dabei und hier kam genau dieser Fall zur Sprache.

Stellungnahme des Jugendamtes:

  1. Es war unverantwortlich von den Eltern das Kind vor die Presse zu zerren.
    Meine Enkeltochter war zum damaligen Zeitpunkt 15 Jahre alt und wollte dies von sich aus publik machen damit es anderen nicht auch so ergeht.

  2. Das Jugendamt hat nur einen Beschluss des OLG Celle umgesetzt.
    Das kann nicht stimmen, die Beteiligung des Jugendamtes ist ein Muss, das ist gesetzlich so geregelt. Das OLG hat sich das Kind nicht selbst ausgesucht.

  3. Ende der Stellungnahme.

Hier lernte ich auch noch eine Langenhagener Mutter, die um ihren Sohn kämpfte, kennen, bei der genau die selbe Diagnose des Gutachters bzw. der Gutachterin vorlag. Scheint fast so als ob das ein Standard in Langenhagen ist, wenn nichts gefunden wird diagnostiziert man eben eine Symbiose. Hauptsache Jugendamt und Gericht sind zufrieden, das Kindeswohl spielt dabei keine Rolle.

Anschließend hatte ich noch ein kurzes Gespräch mit zwei Langenhagener Politikern und diese sagten mir unverblümt, dass das Jugendamt Langenhagen "noch mehrere Leichen im Keller hat".


Im September 2014 fand die Berufungsverhandlung vor dem OLG Celle statt. Auf Wunsch meiner Enkeltochter und mit Einverständnis der anderen Prozessbeteiligten durfte ich an dieser Verhandlung teilnehmen. Was schon vor der Verhandlung auffiel, auf dem einen Ende des Ganges, vor dem Verhandlungssaal, versammelten sich geschlossen Mitarbeiterinnen des Jugendamtes, der Vater meiner Enkeltochter nebst Anwalt und die Verfahrenspflegerin meiner Enkeltochter. Diese bildeten eine geschlossene Allianz. Die Verfahrenspflegerin meiner Enkeltochter hat vor der Verhandlung, außer Guten Tag, nicht ein Wort mit ihr gesprochen. Kein Wunder das meine Enkeltochter kein Vertrauen zu ihr hatte und mich als Beistand dabei haben wollte. Merkwürdig war, dass die Gutachterin, auf eigenen Wunsch und obwohl ihr Gutachten maßgeblich zum vorherigen Beschluss beigetragen hatte und dann vom BVG als nicht nachvollziehbar eingestuft wurde, vermutlich zu ihrem Schutz, nicht geladen war. Wie kann denn so etwas sein? Auch die Zusammensetzung des Gerichts gab mir zu denken. Es gab zwar einen neuen Vorsitzenden, aber als Beisitzer waren dabei, ein Beisitzer der vorherigen, vom BVG zurückgewiesenen, Verhandlung und als zweiter Beisitzer der Vorsitzende der damaligen Verhandlung. Dieser machte auch sofort wortreich klar auf wessen Seite er stand. Dies ging soweit das der neue Vorsitzende ihm, im wahrsten Sinne des Wortes, über den Mund fuhr. Ein Ergebnis wurde bei dieser Verhandlung nicht erzielt, da der Vater einem Vorschlag meiner Enkeltochter und des Gerichts nicht nachkommen wollte.
Das Jugendamt mischte auch hier wieder kräftig mit und wollte meine Enkeltochter nicht aus ihren Krallen lassen. Obwohl ja, laut Aussage bei der Jugendhilfeausschuss Sitzung (s. o.), das Jugendamt doch eigentlich nur einen Beschluss umgesetzt hatte und ansonsten völlig unschuldig war. Hier fiel mir auf das eine der maßgeblich beteiligten Jugendamtsmitarbeiterinnen, während der Verhandlung, Fisherman's Friend lutschte. Dies hatte sie, in der Vergangenheit, auch schon bei Gesprächen mit meiner Tochter getan. Bei einer Besprechung in den Räumen des Jugendamtes, am Tag der Wegnahme meiner Enkeltochter, waren mir schon ihre blasse Haut und ihre zitterigen Hände aufgefallen.


Anfang März 2015 fand in Celle, im Büro des Richters, ein Gespräch statt, um einen Vorschlag des Jugendamtes, meiner Enkeltochter einen Erziehungsbeistand an die Seite zu stellen, zu diskutieren. Als erstes kam vom Richter, dass das BVG Urteil ihn zu mildern Maßnahmen verpflichtet hätte, dies entspricht nur teilweise den Tatsachen. Das BVG hat in der Urteilsbegründung geschrieben das, so denn überhaupt Maßnahmen erforderlich wären, hier mildere Maßnahmen anzuwenden gewesen wären, nicht aber das überhaupt Maßnahmen erforderlich wären. Anschließend hat es sich sehr ausführlich mit dem Gutachten beschäftigt und dieses als nicht nachvollziehbar, also untauglich, befunden. Auch die einseitige Prozessführung und Beweiswürdigung wurden ernsthaft in Frage gestellt.
Anschließend erläuterte die Jugendamtsmitarbeiterin wie sie sich die Erziehungsbeistandsschaft vorstelle. Die Eltern müssten hierfür einen Antrag stellen, der Aufwand für meine Enkeltochter läge bei 1 X 2–3 Stunden die Woche. Meine Enkeltochter fragte sie daraufhin, ob sie dann für ihre Schularbeitenbefreiung an diesen Tagen sorgen würde, sie gehöre zu denjenigen die das Turboabbi machen müssten. Es wurde vereinbart das erst einmal unverbindliche Gesprächstermine zwischen meiner Enkeltochter und der vorgesehenen Erziehungsbeiständin stattfinden sollten und erst danach meine Enkeltochter eine Entscheidung treffen solle. Das Jugendamt würde entsprechende Termine organisieren. Jugendamt und Richter wiesen ausdrücklich darauf hin, dass man alleine meiner Enkeltochter die Entscheidung überlassen würde. Das entsprach, wie sich später herausstellte, aber nicht der Wahrheit. Der Richter sage noch, er habe bereits mit der Gutachterin gesprochen und diese würde das auch mittragen. Hier stellt sich allerdings die Frage, was eine Gutachterin, deren Gutachten vom BVG als unbrauchbar eingestuft wurde und die sich weigerte zur Berufungsverhandlung zu erscheinen, hier überhaupt noch mitzureden hatte. Der Richter machte dann noch die Aussage, dass er diese Lösung einer erneuten Begutachtung meiner Enkeltochter vorziehen würde.


Für Anfang April wurde dann der erste Termin in den Räumen des Jugendamtes in Langengenhagen, mit der vom Jugendamt vorgesehenen Erziehungsbeiständin, vereinbart. Diese erschien aber nicht und war auch telefonisch nicht erreichbar.
Der zweite, für Mitte April festgelegte, Termin wurde von der Erziehungsbeiständin kurzfristig abgesagt. Sie hatte kurzfristig einen Spanienurlaub angetreten.
Anfang Mai fand dann das angestrebte Gespräch statt, knapp zwei Monate nach dem Gespräch in Celle. Die Erziehungsbeiständin stellte sich vor. Die Akte des Falles hatte sie nicht gelesen, sie sagte das sie es als ihre Aufgabe ansieht Kinder vor Fremdunterbringung zu bewahren und war erstaunt als sie erfuhr das meine Enkeltochter bereits, über sieben Monate, in einer Einrichtung war. Sie vereinbahrte mit meiner Enkeltochter das diese sich bei ihr melden solle wenn sie ein weiteres Gespräch mit ihr wünsche. Ich hatte allerdings den Eindruck, dass sie nicht so recht wußte was sie mit meiner Enkeltochter anfangen sollte und was das Jugendamt von ihr erwartete. Dann wurde mir die Frage gestellt was ich von dem Ganzen halten würde. Meine Antwort war, dass Gericht und Jugendamt Fehler gemacht hatten und nun versuchten das Ganze möglichst geräuschlos abzuschließen.
Die Mitarbeiterin des Jugendamtes sagte dann noch, dass sie einen unterschriebenen Antrag auf Erziehungbeihilfe benötige um die Erziehungsbeiständin bezahlen zu können. Das war, wie sich später herausstellte, glatt gelogen. Meine Tochter hat mit einer ehemaligen Mitarbeiterin des Jugendamtes Hannover und mit der Erziehungsbeiständin gesprochen und beide sagten übereinstimmend aus, dass dazu ein solcher Antrag nicht nötig sei. Sie rieten vielmehr meiner Tochter den Antrag nicht voreilig zu stellen, man wisse nie was das Jugendamt daraus macht. Die Erziehungsbeiständin war entsetzt das man sie dazu benutzte meine Tochter zu nötigen diesen Antrag, vor einer Entscheidung meiner Enkeltochter, zu stellen. Hierzu ist noch zu sagen, dass das Jugendamt dem Gericht bereits eine Bewilligung hatte zukommen lassen. Das obwohl überhaupt noch kein Antrag vorlag. Kurz darauf meldete das Jugendamt dann dem OLG das meine Tochter nicht mitarbeite, weil sie den Antrag noch nicht gestellt hätte. Das ist typisch für das Jugendamt Langenhagen, immer Druck ausüben aber selbst zwei Monate brauchen bis ein Termin zustande kommt.
Ende Juni entschloss sich meine Enkeltochter, inzwischen 16 1/2 Jahre alt, nach mehreren Treffen mit der vorgesehenen Erziehungsbeiständin, das Angebot nicht anzunehmen.
Allerdings ging sie hiermit ein großes Risiko ein, weil sie nicht wusste wie es jetzt weitergehen würde.


Wie es weitergeht zeigte sich dann im Juli. Die vorgesehende Erziehungsbeiständin hatte in einem Bericht an das Jugendamt geschrieben, dass meine Enkeltochter die Chance ihre Feindbilder, in gemeinsamen Gesprächen, abzubauen nicht gesehen habe. Brauchte sie auch nicht, denn die Feinde waren plötzlich wieder ganz real. Plötzlich war meine Enkeltochter angeblich überhaupt noch nicht in der Lage dieses selbst zu beuteilen und zu bestimmen. Bedeutet also, hätte sie zugestimmt wäre alles in Ordnung, stimmt sie nicht zu zweifelt man an ihrem Einschätzungsvermögen. Was ist das denn für eine Doppelmoral? Meine Enkeltochter fühlte sich, einmal mehr, von Jugendamt und Gericht belogen und betrogen. Eines hat man wohl erreicht, ihr Vertrauen in Jugendämter und die Justiz dürfte restlos zerstört sein.
Auf einmal stand auch eine Übertragung des Aufenthaltsbestimmungsrechts an die Erziehungsbeiständin oder das Jugendamt im Raum. Hatte man denn das Urteil des BVG nicht gelesen, in diesem steht eindeutig "die Trennung von Mutter und Tochter verstößt gegen ihre verfassungsmäßigen Rechte". Weiterhin steht dort "es gehört nicht zum Wächteramt des Staates, gegen den Willen der Eltern, für eine bestmögliche Förderung der Fähigkeiten des Kindes zu sorgen". Versucht man hier das Urteil des BVG irgendwie zu umgehen um meiner Enkeltochter doch noch Herr zu werden?
Wie ich erfahren habe, hat das Jugendamt Langenhagen das Gericht jetzt aufgefordert die Erziehungsmaßnahme von sich aus anzuordnen. Warten wir einmal ab was passiert. Mich erinnert das an bockige und mit den Füßen trampelnde KInder, ich will das aber.


Inzwischen zeigt das Vorgehen meiner Enkeltochter, sich an die Presse zu wenden, erste Erfolge. Weitere Eltern, die schon aufgegeben hatten, nehmen jetzt den Kampf wieder auf und sind auch bereit sich an die Öffentlichkeit zu wenden.
Am 30. Juli berichteten die
Bild Zeitung und NDR3 über zwei Fälle, an denen ebenfalls das Jugendamt Langenhagen und das OLG Celle beteiligt waren. In zumindest einem Fall geht es wieder einmal um die zu enge Beziehung zwischen Mutter und Kind, in der Fachsprache eine Symbiose. Dabei gibt es hierfür überhaupt keine Messgrößen, so eine Diagnose kann also immer, falls gewünscht, herangezogen werden. In meinen Augen zeichnet sich hier ein klares System ab. Will das KInd keinen Kontakt zum anderen Elternteil, der Grund wird nicht hinterfragt, gilt dies als Symbiose und das Kind wird entzogen.

Ich hoffe das noch weitere Eltern und Presseorgane diesem Beispiel folgen werden.

Inzwischen ist, nach Presseberichten, beim OLG Celle eine Arbeitsgruppe gebildet worden, erreicht werden soll eine Verbesserung der Gutachten.
Dies alleine wird aber nichts nützen, solange die Richter nicht in der Lage oder Willens sind die Gutachten auch entsprechend zu interpretieren, sich ihre eigene Meinung zu bilden und mangelhafte Gutachten zu erkennen und entsprechend zu handeln.


Im September dann der endgültige Beschluss des OLG Celle. Es wurden keinerlei Maßnahmen angeordnet, also alles, was das OLG Celle ursprünglich angeordnet hatte oder gerne gehabt hätte, verworfen. Das Urteil des Amtsgerichts Hannover, gegen das meine Tochter ursprünglich vor dem OLG Beschwerde eingelegt hatte, wurde, wenn auch nicht aufgehoben, so doch entscheidend abgeschwächt. Dies scheint mir die Handschrift des neuen Vorsitzenden zu sein. Wäre das OLG schon 2013 zu dieser Entscheidung gekommen wäre meiner Tochter und meiner Enkeltochter viel Leid erspart geblieben.
In der Begründung wimmelt es wieder nur so von einseitigen Halbwahrheiten, so das man schon die Unbefangenheit der Richter in Frage stellen muss. Auch steht darin, und das ist der blanke Hohn, dass meine Enkeltochter ja nur kurze Zeit in der Einrichtung verbleiben musste. Nun ist Kurz ja relativ, aber wenn die Richter über sieben Monate zu Unrecht eingesperrt worden wären, würden sie das wohl auch anders empfinden. Die Begründung scheint der alte Vorsitzende verfasst zu haben.
Dem Antrag meiner Tochter und ihres Anwalts die Rechtswidrigkeit des ursprünglichen Beschlusses Mutter und Tochter zu trennen, der dann vom BVG als Verstoß gegen ihre verfassungsmäßigen Rechte aufgehoben wurde, festzustellen, wollte das OLG nicht nachkommen. Vermutlich um Schadensersatzansprüchen entgegen zu wirken. Hier scheint sich diese Struktur selbst zu schützen und der Satz "vor dem Gesetz sind alle gleich" gilt nur noch für den Normalbürger, staatliche Stellen sind wohl ausgenommen.
Wenn ein normaler Bürger gegen ein Gesetz verstößt ist das rechtswidrig, für das OLG Celle, das mit seinem ersten Beschluss sogar gegen ein Grundrecht verstoßen hatte, gilt das aber anscheinend nicht. Für mich ist das an Überheblichkeit kaum zu überbieten, passt aber irgendwie zur Celler Justiz. Diese hat ja, positiv ausgedrückt, nicht gerade den besten Ruf.


Der Anwalt meiner Tochter war Anfang Oktober noch einmal in Celle, um die Gerichtsakten noch einmal in Ruhe durchzuarbeiten. Hierbei kam heraus das, fünf Monate nach der Verfassungsbeschwerde, das OLG Celle seinerzeit vom BVG angemahnt wurde endlich die Gehörsrüge, diese geht mit der Verfassungsbeschwerde einher und wurde gleichzeitig beim OLG Celle eingereicht, endlich zu bearbeiten. Die haben das einfach ignoriert oder wollten das aussitzen, erst die Mahnung des BVG hat sie dazu bewogen diese zu bearbeiten. Das bedeutet das meine Enkeltochter bis zu fünf Monate früher wieder zu Hause gewesen wäre, wenn die Richter des OLG Celle ihren Pflichten nachgekommen wären. Und dies alles soll nicht rechtswidrig sein?


Mein Fazit

Jugendamt:
es scheint fast so als ob Jugendämter regelrecht Jagd auf Kinder machen und das unter dem Deckmantel des Kindeswohls. Anscheinend werden, nur auf Verdacht, Kinder in Obhut genommen, die Eltern können dann ja versuchen diese auf dem Rechtsweg wiederzubekommen.

Bevor man sich an Jugendämter wendet um Hilfe zu bekommen, sollte man sich immer der Risiken und Nebenwirkungen bewusst sein. So etwas kann fatale Folgen haben, schlimmstenfalls den Entzug der Kinder. Was Jugendamtmitarbeiter sagen und was sie dann machen sind zwei Paar Schuhe. Heucheln gehört bei vielen dieser Mitarbeiter zum Handwerk, man sollte ihnen immer mit Vorsicht begegnen. Sie sagen zwar das sie pädagogisch geschult seien, können aber nicht erklären was an der Art und Weise der Kindeswegnahmen, Entführung mitten aus der Schulstunde o. ä., pädagogisch wertvoll sei. Wie auch, dies ist menschenverachtend und hat mit Pädagogik überhaupt nichts zu tun.

Sollte sich das Jugendamt von sich aus melden ist immer allergrößte Vorsicht geboten. Unter Umständen kann es sinnvoll sein den Geltungsbereich dieses Jugendamtes durch Wohnortwechsel zu verlassen, aber wer weiß ob das hilft.

Gutachter:
Untersuchungen haben ergeben das über 50% der Familiengutachten Mängel aufweisen, das wissenschaftlich fundierte Methoden nicht angewendet werden, dafür aber sehr fragwürdige und das Gutachten teilweise von nicht ausreichend qualifizierten Gutachtern verfasst werden. Man stelle sich das vor, über 50% sind fehlerhaft und auf Grund solcher Gutachten werden dann Urteile gefällt. Das schlimme ist, dafür bekommen die Gutachter auch noch viel Geld.

Justiz:
diese scheint sehr „gutachterhörig“ zu sein und sich nicht die Mühe zu machen Gutachten zu hinterfragen. Wenn der Gutachter sagt es ist so, dann ist es so. Hier stehlen sich Richter aus ihrer Verantwortung. Schlimmer noch, sie gehen teilweise mit vorgefassten Meinungen in Verhandlungen und lassen dann alles andere nicht mehr gelten.

Da solche Verhandlungen unter Ausschluss von Öffentlichkeit und Presse stattfinden und auch kein Protokollführer dabei ist, können Prozesse auf abenteuerliche Weise geführt werden, es erfährt ja sonst keiner.

Opfer:
Eltern, denen so etwas passiert, haben nach langem Kampf anschließend vielleicht ihre Kinder wieder, dies ist aber anscheinend nicht die Regel, wohl eher die Ausnahme. Es kann ihnen aber passieren das sie danach verschuldet sind. Denn das Geld das sie investieren mussten um ihre Kinder vielleicht wiederzubekommen gibt ihnen keiner wieder, zumindest nicht im vollen Umfang. Wahrscheinlich müssen viele aus finanziellen Gründen aufgeben. Hier wäre vom Gesetzgeber einmal zu prüfen, ob es sich hierbei nicht um grobe Fahrlässigkeit handelt und die Beteiligten (Jugendamtmitarbeiter, Gutachter, Richter) persönlich haftbar zu machen sind. Die psychischen Schäden der betroffenen Eltern und Kinder sind jedenfalls nicht absehbar. Wahrscheinlich zieht man hier die nächste Generation von Nichtwählern heran, weil die betroffenen Eltern und Kinder von einer Politik, die so etwas zulässt, die Nase voll haben.

Politik:
diese gibt ein  sehr armseliges Bild ab. Unsere Politiker zeigen mit Fingern auf andere Länder und prangern deren Menschenrechtsverletzungen an. Das sie aber selbst, genau wegen solcher Machenschaften wie in diesem Fall, vom europäischen Gerichtshof für Menschenrechte, der Menschenrechtskommsion der UNO und von Amnasty International wegen Menschenrechtsverletzung angemahnt werden, stört unsere Politiker überhaupt nicht. Jeder weiß es, aber keiner traut sich an dieses Thema heran. Es geht ja nur um Kinder und diese haben bei uns keine Lobby.

Armes Deutschland


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